Hallo liebe Musenkinder,
konstruktive Kritik ist eine durchaus positive Sache mit der viel Gutes bewirkt werden kann.
Wichtig dabei ist jedoch WIE Kritik formuliert wird, denn sie kann schnell falsch aufgefasst
werden, auch wenn der Kritiker es eigentlich nur gut mit dem Schreiber/Illustrator/Künstler meint!
Hier ein paar hilfreiche Richtlinien, die euch selbst als Kritiker unterstützen, aber auch als
Kritisierte schützen. Einiges wird euch bestimmt schon bekannt sein, aber es schadet wohl nicht,
es sich nochmal ins Gedächtnis zu rufen! Wir sind eine Gruppe, die gutes Feedback geben möchte
und jeder von euch kann einen Teil dazu beitragen, wenn er oder sie möchte.
HABEN WIR ETWAS VERGESSEN? Dann schreibt uns bitte eine PM mit euren Vorschlägen,
damit wir die Liste erweitern können.
Als Erstes: positive Punkte
Gute Kritik wird niemals pur vorgetragen: zunächst kommt ein Lob, dann wird das erwähnt,
was man kritisieren will, dann abschließend wieder ein Lob. Bei einem positiven Start ist der
Schreiber nicht gleich abgeschreckt und aufgeschlossener für eure Anmerkungen, als wenn
ihr ihn direkt mit einer langen Fehlerliste bombardiert.
Freundlich sein
Warum wollt ihr Kritik geben? Doch sicher um dem Autor zu helfen! Also denkt daran,
hinter diesem Gedicht/Roman/Sachtext steckt ein echter Mensch aus Fleisch und Blut,
der vielleicht lange an seinem Werk gearbeitet hat.
Also verpackt eure Worte lieber ein wenig in Watte, so wird man sich viel lieber von euch helfen lassen.
Kritik ist oft subjektiv
Vergesst nicht, ihr verkörpert nicht die Allgemeinheit. Eure Kritik basiert auf dem persönlichen
Empfinden. "Meiner Meinung nach fehlt es den Charakteren noch an Tiefgang.", klingt
doch viel besser als "Deine Charaktere sind oberflächlich", nicht wahr?
Der individuelle Schreibstil ist kein Fehler
Für viele Leute ist es frustrierend, wenn jemand Dinge an seinem Werk kritisiert, die nichts mit direkten Fehlern,
sondern vielmehr mit ihrem Stil zu tun haben. Ob es nun sehr detaillierte Beschreibungen oder das Nichtbeachten
von rhetorischen Mitteln ist: der Autor hat sich seinen Stil selbst erarbeitet und gewählt. Wenn euch der Stil
nicht zusagt, dann müsst ihr es ja nicht lesen.
Fragen lohnt sich!
Mutmaßungen und Annahmen bringen nur einer Partei etwas, doch von Fragen profitieren beide Seiten!
Vielleicht habt ihr euch nur missverstanden? Und eine Frage zu stellen, macht dem Autor klar,
dass er etwas nicht deutlich genug ausgedrückt hat, ohne ihm auf den Schlips zu treten.
Gib Verbesserungsvorschläge mit auf den Weg
Wenn ihr die negativen Aspekte vorbringt, dann gebt dem Autor auch gleich mit auf seinen Weg
was er beim nächsten Mal besser machen kann. Kritik soll schließlich konstruktiv sein und
unterstützen.
Beleidigungen & Drohungen
...sind natürlich keine konstruktive Kritik.
Wie man mit Kritik umgeht
Kritik ist ein Geschenk, entweder man nimmt es an und macht etwas daraus oder man wirft es weg!
Das ist jedem selbst überlassen. Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob die Kritik angebracht ist,
dann holt eine zweite oder mehr Meinungen ein. Letztendlich liegt es in eurer Hand, ob ihr die Kritik
nutzen möchtet oder nicht.








Kritik? - Dann aber richtig!by #Musenkinder